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Schlechte Nachrichten für Bausparer im Februar. Langjährige Verträge dürfen laut BGH gekündigt werden.

 

Was das BGH-Urteil für Bausparer bedeutet

Ende Februar hat der BGH das Urteil zur Kündigung von Bausparverträgen gesprochen.

Wenn der Bausparer schon so viel eingezahlt hat, dass dieser eine Immobilie kaufen oder eine Renovierung tätigen könnte, spricht man von der sogenannten Zuteilungsreife.

Ist diese seit 10 oder mehr Jahren erreicht, dürfen die Bausparkassen den Vertrag kündigen.

Aufgrund der aktuellen Niedrigzinsphase werfen die Verträge hohe Rendite ab, deshalb scheint es für viele attraktiv, das Geld in einem Bausparvertrag anzulegen.

Dem setzt der BGH nun jedoch ein Ende.

 

Die Begründung des BGH lautet wie folgt:
Die Bausparveträge waren und sind dazu gedacht, Anspruch auf ein Darlehen zu erlangen, nicht um Geld anzusparen.

 

Was können Bausparer jetzt tun?

Die Verbraucherzentrale Brandenburg weist auf eine Möglichkeit hin, welche eine Kündigung möglicherweise ausschließt:

Wurden die Bausparveträge als Geldanlage verkauft und beworben, ist es möglich dem Gerichtsurteil zu entgehen, da davon ausgegangen werden kann, dass der Vertrag nur zur Geldanlage geschlossen wurde.

Dazu müssten allerdings Beweise vorhanden sein, die dies belegen, beispielsweise: Prospekte, Werbung.

Des Weiteren können Bausparer ihre Einzahlungen drosseln, um dem raschen Ende ihres Vertrages entgegenzuwirken, da so die Zuteilungsreife hinausgezögert wird.

Ist allerdings die 10 Jahres Grenze, oder die Bausparsumme erreicht, lässt sich die Kündigung nicht mehr verhindern.

 

Fazit: Für wen ist Bausparen jetzt noch interessant?

Für alle, die ein Haus bauen, oder eine Wohnung kaufen wollen, und den Vertrag mit diesem Ziel schließen, denn aktuell sind die Zinsen am Tiefpunkt und werden in den nächsten 5 bis 10 Jahren deutlich steigen.