contract 1464917 1920

Immer wieder werden Interessenten bei der Wohnungssuche private Fragen gestellt. Welche sind tatsächlich zulässig? Und wann ist der Mieter verpflichtet diese Angaben zu machen?

 

Welche Angaben müssen Sie bei Vermietern machen und welche nicht

 

Im Allgemeinen lässt sich sagen, dass nur Daten, die für den Abschluss oder die Erfüllung des Mietvertrags erforderlich sind, angegeben werden müssen.

Diese müssen zunächst nicht beim Besichtigungstermin preisgegeben werden.

Ein Auskunftsformular muss des Weiteren erst dann ausgefüllt werden, wenn ernsthaftes Interesse am Mietobjekt besteht.

 

Nicht benötigte Angaben sind:

  • Persönliche Vorlieben (Musikgeschmack etc.)
  • Wohngeld Bezug
  • Vorstrafen
  • Kinderwunsch
  • Mitgliedschaft im Mietverrein
  • Religion, Staatsangehörigkeit
  • Beschäftigungsdauer

 

Fragen zum Familienstand

Fragen zu diesem Thema sind nur dann relevant, wenn es mehr als einen Vertrgspartner gibt.

Nahe Angehörige, wie Ehegatten, Lebenspartner und Kinder dürfen auch ohne Erlaubnis einziehen.

 

Wann darf der Vermieter Bonitätsauskünfte verlangen?

Eine Bonitätsauskunft darf erst dann eingefordert werden, wenn der Vertragsabschluss unmittelbar bevorsteht.

 

Kopie des Personalausweises

Kopien sind vor dem Gestz nicht gültig, weshalb diese auch nicht herausgegeben werden müssen.

Eine Prüfung der angegebenen Daten anhand des Personalausweises durch den Vermieter, ist allerdings zulässig.

 

Wann darf der Vermieter Gehaltsnachweise verlangen?

Der Vermieter darf einen Gehaltsnachweis verlangen, sobald er sich für einen Interessenten entschieden hat.

Hierfür kann der Mieter dem Vermieter eine Kopie des Kontoauszugs, der Lohnabrechnung  oder der Gehaltsabrechnung zukommen lassen.

 

Wie kann man als Mieter auf unzulässige Fragen reagieren?

Werden dem Mieter unzulässige Fragen gestellt, ist es diesem erlaubt, falsche Angaben zu machen (Bsp: WIe oft kommt Besuch? / Wie oft rauchen Sie?)

Bei zulässigen Fragen muss allerdings ehrlich geantwortet werden, sonst droht dem Mieter die Kündigung.

 

Aber: Wer vor dem Vermieter auf seine Rechte besteht,  muss dennoch damit rechnen, dass ihm Interessenten, die alle Angaben machen vorgezogen werden.