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Neuer Job, Familienzuwachs, Trennung- es gibt viele Gründe die einen Wohnortwechsel notwendig machen. Wenn Kinder daran beteiligt sind ist es besonders wichtig den Umzug gut vorzubereiten- organisatorisch und emotional. Denn für die Kleinen geht die Reise ins Ungewisse, vor allem wenn die neue Wohnung oder das neue Haus in einer anderen Stadt sind.

 

Wann ist der richtige Zeitpunkt für den Umzug?

Wenn möglich, sollte der Umzug so geplant werden, dass bei den Kindern kein Bruch im Leben entsteht, also vorzugsweise in den Sommerferien. So können sie das bestehende Kindergarten- oder Schuljahr beenden und das nächste am neuen Wohnort beginnen. Zusätzlich sind natürlich Faktoren wie das Ende des bisherigen Mietvertrags oder der frühste mögliche Einzugstermin zu beachten.

 

Wie kann man die Kinder auf den Umzug vorbereiten?

Grundsätzlich gilt, je älter die Kinder sind, desto stärker ist die Bindung an den bisherigen Wohnort (Schule, Sportvereine, Freunde). Deshalb ist es wichtig die Kinder möglichst früh in den bevorstehenden Wohnortwechsel miteinzubeziehen, am besten sobald die Entscheidung zum Umzug gefallen ist. Es ist wichtig, dass sie das neue Zuhause vor dem Wohnortwechsel mit dem Nachwuchs besichtigen und ihn z.B. an der Planung und Farbgestaltung des neuen Kinderzimmers beteiligen.

Auch die neue Umgebung sollte wenn möglich vorher erkundet werden. Es erleichtert die Eingewöhnung wenn die Kinder wissen, wo Spielplatz, Eisdiele, Sportplatz oder Skatepark sind. Auch ein Probetag an der neuen Schule hilft beim Eingewöhnen an die neue Situation. Doch auch der Abschied vom alten Wohnort mit seinen Institutionen ist wichtig. Der letzte Schul- oder Kindergartentag kann mit einer kleinen Party und leckerem Kuchen als Abschiedsritual dienen.

 

Was ist wichtig bei der Planung des Umzugs?

Außer den üblichen Vorbereitungen wie Umzugskisten packen, Helfer und Umzugswagen organisieren, gibt es bei einem Umzug mit Kindern noch ein paar Dinge zu beachten:

  • Das Kinderzimmer so lange wie möglich unangetastet lassen. So haben die Kinder beim ganzen Umzugsstress noch einen Rückzugsort.
  • Kinder helfen lassen Umzugskartons zu packen. So können sie ihren Teil zum Umzug beitragen und ihn leichter verarbeiten.
  • Das Kisten packen zum Ausmisten nutzen und Spielsachen oder Kleidungsstücke die kaputt, zu klein oder nicht mehr altersgerecht sind mit den Kindern gemeinsam aussortieren. Kinder freuen sich, wenn sie involviert werden und mitentscheiden dürfen.

 

Was sollte man am Umzugstag beachten?

Besonders für kleinere Kinder kann so ein Umzugstag sehr anstrengend sein. Die Eltern haben keine Zeit, es gibt keinen Platz zum Spielen, es ist meist laut und hektisch, viele (fremde) Personen sind in der Wohnung und keiner hat Zeit etwas zu Kochen. Um den Kleinen diesen Stress zu ersparen, kann es eine gute Möglichkeit sein, sie bei den Großeltern oder Freunden, die nicht unmittelbar am Umzug beteiligt sind unterzubringen. Wichtig ist, dass sich die Kinder nicht abgeschoben fühlen und verstehen warum es besser ist nicht dabei zu sein. Älteren Kindern kann man die Entscheidung offenlassen dabei zu sein und mitzuhelfen. Dann ist es sinnvoll eine Tasche zu packen mit allem was an diesem Tag benötigt wird.

 

Wie hilft man Kindern bei der Eingewöhnung?

Idealerweise nehmen sich die Eltern in der Anfangszeit Urlaub um den Kindern bei der Eingewöhnung zu helfen und die neue Umgebung zu erkunden. Rituale und ein strukturierter Alltag helfen beim Neustart. In Sport- oder Musikvereinen finden Kinder schnell Anschluss an Gleichaltrige.

Trotzdem braucht die Eingewöhnung Zeit. Diese sollten Eltern ihren Kindern geben und auch Verständnis zeigen, wenn sie mal Heimweh haben.